Gesucht & gefunden
Auf der Suche nach einem Job? Mit der richtigen Strategie sind Sie auf der Gewinnerstraße
By VON CARMEN MOLITOR
Gerti Idinger ist 54 Jahre alt und war bis vor Kurzem Buchhalterin und Sekretärin in einem Pharmaunternehmen in Frankfurt am Main. Ein Job fürs Leben, hatte die Frau aus Bad Soden gehofft. Dann wurde klar, dass ihre Stelle Ende 2008 betriebsbedingt wegfallen würde. Idinger drohte die Arbeitslosigkeit – schon wieder.
„Ich bin ein gebranntes Kind“, sagt die gebürtige Österreicherin, die mit 28 Jahren nach Deutschland zog. 2002 stand sie zum ersten Mal auf der Straße. Die Finanzdienstleistungsgesellschaft, bei der sie damals arbeitete, meldete Insolvenz an. Die gelernte Fremdsprachensekretärin und Versicherungskauffrau musste sich nach vielen Jahren neu bewerben. „Das war ganz schlimm, denn ich bekam nichts“, erzählt sie. Fast 50 Bewerbungen schickte sie los, aber keine Hoffnung erfüllte sich. Um Geld zu verdienen, verkaufte Idinger schließlich Werbeanzeigen in freier Mitarbeit.
Doch weil der Verdienst zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel war, entschloss sie sich nach zweieinhalb Jahren, doch wieder eine Festanstellung zu suchen. Diesmal mit System: Begierig verschlang sie alle möglichen Ratgeber zur Arbeitssuche, leistete sich sogar ein professionelles Coaching bei einer Karriereberaterin. Die Sekretärin erarbeitete ein genaues Profil ihrer Fähigkeiten, brachte ihre Bewerbungsunterlagen auf den neuesten Stand und bewarb sich ganz gezielt. Bei dem Pharmaunternehmen hatte sie schließlich Erfolg.
Mit der betriebsbedingten Kündigung vor Augen begann die Suche für Gerti Idinger nun im Sommer 2008 erneut. Diesmal aber wusste sie, wie sie ihre Situation meistern konnte.
Ältere Bewerber haben mit
Vorurteilen zu kämpfen
Schon ab Mitte 40 wird das Alter bei der Suche nach einer neuen Aufgabe zur Last. Bewerber müssen gegen Bilder ankämpfen, die sich in den Köpfen der Personalentscheider festgesetzt haben. Ältere sind häufiger krank, arbeiten langsamer, sie sind weniger flexibel und obendrein teuer – so lauten die Vorurteile, allesamt wissenschaftlich widerlegt.
Die Leistungsfähigkeit von Älteren wandelt sich zwar, aber sie reduziert sich deshalb nicht zwangsläufig. Im Gegenteil: Erfahrung, Urteilsvermögen, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein nehmen im Alter sogar zu. Ältere melden sich seltener krank als Jüngere, weil sie oft aus Loyalität zur Firma trotz Beschwerden arbeiten kommen. Sie haben Arbeitgebern immer noch sehr viel zu bieten. Dennoch sorgen die hartnäckigen Vorurteile und vom Staat lange Zeit subventionierte Vorruhestandsregelungen dafür, dass es in vielen Firmen kaum noch Ältere gibt. Bei den 55- bis 64-Jährigen liegt der Anteil der Erwerbstätigen (ohne Selbstständige) in Deutschland bei gerade noch 35 Prozent. Ob nun fair oder nicht: Je älter man ist und je länger man arbeitslos bleibt, desto schlechter stehen die Chancen für einen Wiedereinstieg.
Das Ende des Jugendwahns
ist endlich in Sicht
Ganz allmählich scheint sich das Blatt zu wenden. Grund dafür ist der demografische Wandel: Der Wirtschaft fehlt der Nachwuchs, das eröffnet neue Chancen für Ältere. „Die Zeit des absoluten Jugendwahns scheint sich dem Ende zuzuneigen“, sagt Frauke Wille, Sprecherin der deutschen Bundesagentur für Arbeit. Zwischen Juli 2005 und Juli 2008 sank die Zahl der Arbeitslosen ab 45 Jahren um 530000 auf jetzt 1,2 Millionen Menschen. „Die Firmen suchen verstärkt Fachkräfte und sind immer häufiger auch aufgeschlossen gegenüber älteren Mitarbeitern“, so Wille.
Die müssen allerdings oft erst lernen, sich auf dem Arbeitsmarkt zu verkaufen. „Wenn Sie sich über 30 Jahre nicht mehr beworben haben, dann haben Sie einfach kein Händchen mehr dafür“, erklärt Peter Weinreich*. Als der Industriekaufmann sich um eine neue Stelle bemühte, musste er zunächst lernen, was eine moderne Bewerbung heutzutage überhaupt beinhaltet. Zuletzt hatte er sich als Jugendlicher um eine Lehrstelle bei einem Elektrokonzern bemüht – und blieb dort, bis er 47 Jahre alt war. Im Jahr 2000 lagerte das Unternehmen seine Logistik aus, Weinreichs Stelle fiel weg.
Das theoretische Rüstzeug für die Suche nach einer neuen Stelle erhielt der Rheinländer in Bewerbungstrainings von der alten Firma und von der Arbeitsagentur. „Doch das Wichtigste ist Eigeninitiative“, sagt er. Weinreich trug sich in Jobbörsen ein, gab Annoncen auf, schrieb 100 Bewerbungen und fand nach zweijähriger Suche über ein Internetportal eine neue Stelle als Verwaltungsangestellter. „Ich würde jedem raten, sich in so einer Situation am besten schon zu bewerben, wenn man noch im Arbeitsverhältnis steht“, sagt der 55-Jährige heute.
Was zu einer Bewerbung gehört
Anschreiben, Lebenslauf mit Foto und Zeugniskopien – das sind die Elemente, aus denen jede Bewerbung besteht. Vermitteln Sie dem zukünftigen Arbeitgeber faktenreich, präzise und dennoch knapp, dass Sie zu der Stelle passen. Das Anschreiben ist die Bewerbung für die Bewerbung: Es muss dem Leser Lust darauf machen, mehr über Sie zu erfahren. Was könnte Sie als neuen Mitarbeiter empfehlen, welche der in der Stellenanzeige genannten Anforderungen erfüllen Sie? Stellen Sie einige Ihrer für die freie Position wichtigen Erfahrungen und Erfolge vor. Bleiben Sie sachlich, übertreiben Sie nicht, und schreiben Sie höchstens eine DIN-A4-Seite. Finden Sie, wenn möglich, den Namen Ihres Ansprechpartners heraus, und schreiben Sie nicht an anonyme „sehr geehrte Damen und Herren“.
Der Lebenslauf beschreibt tabellarisch, wer Sie sind und welche beruflichen Erfahrungen und besonderen Kenntnisse Sie haben. Die (lückenlose) Aufzählung beginnt mit dem Aktuellsten und geht zurück bis zur Ausbildung. Die Schulzeitmüssen Sie nicht ganz aufzählen: Es reicht völlig, den höchsten Schulabschluss zu erwähnen. Nennen Sie sportliche Hobbys und ehrenamtliches Engagement. Beides signalisiert Fitness und Aktivität und bringt Pluspunkte für ältere Bewerber.
Das Foto ist zwar nicht zwingend vorgeschrieben, aber doch extrem wichtig für den ersten Eindruck. Gehen Sie zu einem Profi-Fotografen, tragen Sie Businesskleidung, strahlen Sie Freundlichkeit und Zuverlässigkeit aus.
Bei den Zeugnissen gilt: Fügen Sie nichts bei, das älter als 20 Jahre ist – außer Wesentliches wie zum Beispiel Abitur- oder Diplomzeugnisse. Legen Sie also nur die Arbeitszeugnisse der letzten beruflichen Stationen und höchsten Qualifikationen der Ausbildung sowie Zeugnisse aktueller beruflicher Weiterbildungen bei – und auch nur jene, die für die neue Stelle wirklich von Belang sind.
CM
LITERATURTIPPS
Helga Krausser-Raether:
Die besten Bewerbungsmuster
40 plus. Haufe Verlag
Jürgen Hesse/Hans Christian Schrader:
Erfolgreich bewerbenmit 45plus.
Eichborn-Verlag
Ursula Thieme:
Bewerbungmit 40 plus.
Orell Füssli Verlag
Die erfolgreiche Bewerbung
ist immer ein Unikat
Eine durchdachte Strategie ist gerade für Ältere das A und O einer Erfolg versprechenden Bewerbung.Wer auf Stellenanzeigen die immer gleiche Standardbewerbung schickt, kann sich die Mühe gleich sparen. Wer dagegen auf Individualität und gutes Selbstmarketing setzt, der öffnet sich neue Türen. Werten Sie Ihren beruflichen Werdegang genau aus, klären Sie, wo Ihre Stärken und Schwächen liegen und welches Ziel Sie erreichen möchten.
Als Nächstes folgt die Analyse des Arbeitsmarktes: Was hat sich in Ihrer Branche Neues getan? Wem nutzen Ihre Fähigkeiten? Dann informieren Sie sich intensiv über mögliche Arbeitgeber – durch Recherche in Internetportalen, Beratung der Arbeitsagenturen, über Informationen aus beruflichen Netzwerken. Parallel bringen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen auf den neuesten Stand – inhaltlich und optisch (siehe Kasten oben)!
Nach der Familienphase ist
Fortbildung angesagt
Der Wert einmal erworbener Berufsabschlüsse verfällt auf dem Arbeitsmarkt dramatisch schnell. Das erfahren insbesondere gut ausgebildete Mütter leidvoll, die nach längerer Familienphase in den Job zurückkehren wollen. Kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Mit einer aktuellen Weiterbildung in der Tasche steigen die Chancen auf eine qualifizierte Stelle.
So ging es Claudia Römer, 42, aus Weilerswist bei Köln. 15 Jahre lang stellte die Europasekretärin ihren Beruf zurück, um sich der Erziehung ihrer beiden Söhne zu widmen. Mit 40 Jahren wollte sie ins Berufsleben zurückkehren. „Es wurde mir klar, dass ich noch 25 Jahre im Job vor mir haben könnte“, erzählt Römer. Sie belegte den Weiterbildungskurs „Return Plus“ am Bildungsinstitut der Rheinischen Wirtschaft in Euskirchen, ließ sich in knapp elf Monaten zur Informationsassistentin ausbilden. Die Kosten von monatlich 239 Euro bezuschussten das Land Nordrhein-Westfalen und der Europäische Sozialfonds mit 120 Euro.
Die Fortbildung lief zur Hälfte als E-Learning-Angebot über das Internet – so konnten die Teilnehmerinnen das Arbeitspensum gut mit ihrem Familienalltag abstimmen. Aber auch die Präsenztage im Institut fand Römer hilfreich. Durch diese Zwangsabwesenheit gewöhnte sich ihre Familie allmählich daran, dass Aufgaben anders verteilt werden müssen. In einem abschließenden Betriebspraktikum überzeugte sie den Arbeitgeber so sehr, dass er ihr einen 20-Stunden-Job als Projektassistentin anbot. „Nur mit meinen alten Zeugnissen hätte ich das nie geschafft“, ist sich Römer sicher.
„Der Königsweg ist gute Vorbereitung“
Sich blindlings auf alle möglichen Stellenangebote zu bewerben bringt nichts. Im Gesprächmit Reader’s Digest gibt die Frankfurter Karriereberaterin Helga Krausser-Raether praktische Tipps zur Jobsuche für Menschen ab 45.
Reader’s Digest: Was sind für Menschen ab 45 die wichtigsten ersten Schritte bei der Jobsuche?
Helga Krausser-Raether: Der erste und sinnvollste Schritt ist, die eigene berufliche Entwicklung genau zu reflektieren und sich über die eigenen Kompetenzen klar zu werden. Das heißt: Ganz systematisch durcharbeiten und aufschreiben, wie der eigene berufliche Werdegang war, welche fachlichen und methodischen Stärken man hat. Mit welchem Kenntnisstand bin ich aus dem letzten Betrieb herausgegangen, in dem ich beschäftigt war? Welches Fachwissen habe ich heute, auf das ich zurückgreifen kann? Wie sind meine Computerkenntnisse? Wer sich bewirbt, sollte die eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen sehr gut kennen.
RD: Welche vermeidbaren Fehlermachen ältere Arbeitsuchende?
Raether: Sie vergessen manchmal die Interessen und die Vorstellungen der Unternehmen. Dabei ist es sehr wichtig, sich innerlich auf die Arbeitgeberseite zu stellen und zu überlegen: Was braucht der Arbeitgeber? Welche meiner Fähigkeiten könnten ihm nutzen? Es geht darum, die Schnittmenge zwischen dessen Anforderungen und den eigenen Qualifikationen zu entdecken und darzustellen. Das ist arbeitsintensiv und oft auch nicht einfach. Wer es allein nicht hinkriegt, sollte sich Berater von außen suchen.
RD: Was raten Sie Frauen, die nach einer Familienphase wieder in den Beruf zurückkehren möchten?
Raether: Sie sollten zunächst klären, wie ihre persönlichen Lebensumstände aussehen, damit sie wissen,welche Ziele sie realistisch anstreben können. Wichtige Fragen dabei sind: Habe ich eine verlässliche Betreuung für meine Kinder? Wie viel Zeit kann ich dem Arbeitgeber überhaupt anbieten? Kann ich Reisetätigkeiten annehmen? Welche Kompromisse kann ich eingehen? Und, vor allem für Alleinerziehende: Wie sehen meine Kosten aus,welches Gehalt muss ich erzielen?
RD: Wie kann ich mich für einen neuen Arbeitgeber interessant machen, wenn ich zuvor sehr lange in der gleichen Firma war – bis ich gekündigt wurde?
Raether: Wenn man zehn Jahre in eine Unternehmen war, saß man in der Regel ja nicht immer auf ein und demselben Stuhl. Man hat eine berufliche Entwicklung durchlaufen, mit der Zeit mehr Verantwortung oder andere Aufgaben übernommen und bestimmt auch Erfolge erzielt. Genau diese Erfahrungen und Erfolge gilt es darzustellen.
RD: Was also ist der Königsweg zum neuen Job?
Raether: Gute Vorbereitung. Chancen hat, wer sich wirklich gut aufstellt, wer den Arbeitsmarkt erforscht, recherchiert und aussagekräftige, moderne Bewerbungsunterlagen hat. Jede Bewerbung muss individuell und genau auf ein Unternehmen und eine Stelle zugeschnitten sein. Sich einfach nach dem Gießkannenprinzip bewerben – das funktioniert heute nicht mehr.
CM
Mütter sollten sich ihre
Stärken bewusst machen
„Die Familienphase ist ein Karrierebruch für Frauen – und auch für Männer, wenn sie sich darauf einlassen“, erklärt Anne Meuer-Willuweit von Women on top, einem Verband für weibliche Fach- und Führungskräfte in Bielefeld. „Die anderen marschieren ja im Job weiter. Das muss man aufholen, wenn man zurückkommt.“
Bei dieser Aufholjagd haben besonders Frauen gute Karten, die sich der Stärken bewusst sind, die sie beim Management ihrer Familie entwickelt haben. Meuer-Willuweit rät Müttern beispielsweise, bei der Analyse der eigenen Fähigkeiten die Kenntnisse, die sie als Hausfrau durch ehrenamtliches Engagement, im Kindergartenbeirat oder in Schulgremien erworben haben, nicht zu vergessen. „Im nächsten Schritt sollten auch Berufsrückkehrerinnen sich fragen, für welche Firmen ihre Kompetenzen interessant sein könnten. Bei der Bewerbung ist es wichtig, den Firmen zu zeigen, dass Sie up to date sind“, rät Meuer-Willuweit. Wer in der Familie gelernt hat, ständig zwischen unterschiedlichen Interessen zu vermitteln und den richtigen Ton zu treffen, ist in der Kundenberatung oder der Beschwerdeabteilung einer Firma Gold wert.
Schon beim Ausstieg den
Wiedereinstieg planen
„Der Wiedereinstieg fängt beim Ausstieg an. Es geht nicht mehr, dass eine Mutter sich quasi aus der außerhäuslichen Arbeitswelt ausblendet, wenn sie später wieder ins Berufsleben zurück möchte“, stellt Ulrike Wenner, Leiterin des Stabes Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit in Düsseldorf, klar. Wenners Rat: Schon in der Familienzeit ab und zu einen Besuch beim ehemaligen Arbeitgebermachen, weiter Fachzeitschriften lesen, Weiterbildungskurse belegen und eventuell eine Urlaubsvertretung oder einen Job bei einer Zeitarbeitsfirma übernehmen, um wieder Fuß zu fassen. Der neue Job muss dabei nicht in der gewohnten Branche sein. „Man muss flexibel bleiben“, betont Wenner. „Wenn Sie zum Beispiel auf einer Party herumfragen, was die Leute gelernt haben und was sie jetzt wirklich arbeiten, gehen Ihnen die Augen auf.“ Sie treffen Bibliothekarinnen, die Reporterinnen wurden, und ehemalige Philosophiestudenten, die eine Laufbahn als Bank- Analysten gemacht haben.
Nur Mut also: Was Mütter im Alltag können müssen – teamfähig sein, Stress aushalten, Chaosmanagen, verlässlich organisieren und wirtschaftlich haushalten –, kann jedem Unternehmen nur guttun. „Mit diesem Pfund sollten Frauen mehr wuchern. Sie sollten dem Arbeitgeber selbstbewusst klarmachen, dass sich ihre Einstellung rechnen wird“, sagt Wenner. Die Arbeitsagenturen veranstalten in vielen Orten regelmäßig einen Jour fixe und Infotage, auf denen sie Mütter über Hilfen, Strategien und Beratungsangebote beim Wiedereinstieg ins Berufsleben aufklären (siehe Kasten oben).
Durch harte Arbeit
zum Happy End
Auch Gerti Idinger hat es einmal mehr geschafft. Monatelang suchte sie nach einem neuen Job, ihre Bekannten schüttelten den Kopf: „Gib doch auf!“, rieten sie ihr. Doch die 54-Jährige ließ sich nicht aufs Abstellgleis schieben: „Ich will eine Arbeitsstelle, die Geld bringt, an der ich mit meiner Erfahrung dem Arbeitgeber nutze, und eine Aufgabe, die mir Spaß macht“, war ihre Antwort. „Was ich dafür tun kann, ist wieder hart an meinen Bewerbungen arbeiten.“ Sie recherchierte, welcher neue Arbeitgeber zu ihr passen könnte, überarbeitete ihr Kompetenzprofil und schrieb mehr als 25 maßgeschneiderte Bewerbungen. Der Lohn der Mühe: Mitte August erhielt Idinger die Zusage für einen neuen Job, den sie inzwischen auch schon angetreten hat. Heute arbeitet sie als Assistentin für den Leiter Finanzen und als Sachbearbeiterin für ein namhaftes Museum in Frankfurt. „Ich bin glücklich, die Mühe hat sich absolut gelohnt!“, sagt sie strahlend. Gerti Idinger hatte nur ihren Arbeitsplatz verloren, nicht aber den Glauben an sich selbst.
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